Pages Menu
TwitterRssFacebook
Categories Menu

Plastic-fantastic? Was denkst du?

Seit längerem studieren wir dran herum, wie wir Plastik in unseren Abo-Kisten reduzieren könnten. Das Problem ist: Packen wir heikle Gemüse wie Blattgemüse nicht in Plastik, so „schlampen“ diese rasch, weil sie durch ihre Spaltöffnungen Wasser verlieren.

Kompostierbare Säckli?
Lehnen wir ab, weil 1. werden sie aus pflanzlicher Stärke hergestellt – quasi aus Esswaren. Einen Rohstoff, auf Feldern produziert wo Nahrungsmittel hätten wachsen können, ergibt wenig Sinn… 2. stammt diese Stärke meist aus den USA und ist somit quasi zu 100% aus gentechnisch verändertem Mais. 3. sind die kompostierbaren Säckli nicht plastikfrei – sie enthalten ca. 30% Erdöl (man denkt, sie zersetzen sich im Kompost – doch es bleiben kleinste Teile an Plastik übrig – unsichtbar für’s Auge aber dennoch unverrottbar im Boden).

Stoffsäckli?
Alternative Lösungen wie Stoffsäckli finden wir toll – aber wie praktisch lösen? Stoffsäckli sind nur ökologischer, wenn sie auch tatsächlich viele Male wiederverwendet werden, denn ihre Produktion ist sehr energieintensiv. Damit das klappt, müssten wir ein Depot verlangen. Doch jedes Abo ist bei uns anders, d.h. jeder Kunde hätte eine andere Anzahl an Säckli je Lieferung… Die Säckli müssten zudem nach dem Einsammeln aus hygienetechnischen Gründen gewaschen werden (auch wenn sie sauber retourniert werden). Schlussendlich ist es somit eine Kostenfrage: Wieviel wären unsere KundInnen tatsächlich bereit, für solch eine Lösung zu zahlen? Zudem könnten wir mit den Stoffsäckli eigentlich nur die Papiersäckli ersetzten – Blattgemüse bleibt in der Stoffsäckli leider auch nicht lange frisch.

Reissfeste Papiersäckli?
Neu gibt es reissfeste Papiersäckli auf dem Markt. Wir dachten, das wäre evtl. eine Option zu Plastik (der Hersteller preist an, dass sich Blattgemüse gleich gut drin hält). Wir haben die Säckli im Abo getestet und auch einen Versuch mit verschiedenen Blattgemüse gemacht und die Unterschiede sind frappant. Der Papiersack ist und bleibt halt ein Papiersack – konkret: Das Blattgemüse trocknet aus und schlampt schnell. Mischsalat sieht rasch nach Kompost aus statt geniessbar zu bleiben. Da wir nur alle zwei Wochen liefern, ist es wichtig, dass wir Blattgemüse gut verpacken. Für uns war aber vorallem eins schwierig: Das Einpacken! Irgendwie „klebt“ der nasse Salat beim Einpacken am reissfesten Papier – es ist so fast unmöglich den Salat in den Sack zu bringen und die Säcke reissen an der Naht auf. Einmal im Sack hat dieser aber relativ gut gehalten (von der Reissfestigkeit her).

Was denken unsere KundInnen?
Wir sind sehr an Ihrer Meinung interessiert. Sind Sie bereit, evtl. gewisse Qualitätseinbussen beim Gemüse und/oder einen höheren Kaufpreis in Kauf zu nehmen, wenn dadurch Plastik reduzieren werden kann? Oder wäre eine Kostensteigerung für Sie und Ihre Familie schwierig und/oder die Frische/Qualität der Lebensmittel wichtiger als die Frage, ob wir gänzlich auf Plastik verzichten können (das Abo ist ja auch so sehr ökologisch: kaum Fahrdistanzen, direkt ab Hof, …). Viele interessante Rückmeldungen haben wir bereits erhalten:

  • Säckli werden fleissig für andere Dinge benutzt (zum Einkaufen, als Abfallsäckli, …)
  • Gemüse wird z.T. ausgepackt und im Kühlschrank gelagert (spezielle Schublade)
  • Bitte, dass nicht unverhältnismässig arbeitsaufwendig (Waschen von Stoffsäckli)
  • Bitte, dass Produkte nicht leiden sollen (als Grund wurde mehrmals genannt, dass unsere Produkte so nicht mehr bis zur nächsten Lieferung halten, was das Abo an sich schlechter machen würde)
  • Andere Kunden wären hingegen bereit (geringe) Qualitätseinbussen und einen höheren Preis hinzunehmen.
  • Gewisse Kunden fanden die reissfesten Papiersäckli gut (auch von der Haltbarkeit der Ware her), andere waren sehr unzufrieden (Sack sofort gerissen, Salat schlampig, …).
  • Es sei erwiesen, dass Plastiksäckli in der Herstellung weniger aufwändig seien als Papier- und Stoffsäckli und da das Plastik in der Schweiz auch nicht in die Umwelt gelangt sei es schlichtweg die bessere Alternative.

Es steckt sehr viel Herzblut in unseren Lebensmitteln – es ist uns wichtig, dass das auch möglichst so zu ihnen kommen, wie Sie sich das wünschen. Deshalb sind ihre Antworten sehr wertvoll für uns – vielen Dank!

Unter allen Antworten verlosen wir übrigens ein Gutschein über 50.- Franken für Produkte vom Hof, welcher entweder als Anzahlung im Abo verwendet werden kann oder natürlich auch verschenkt werden darf… Teilnehmen kann man noch bis am 10. November 2019.

Danke für’s Mitdenken!
Team biohof heimenhaus

2 Kommentare

  1. Bei uns würde es fast ohne Plastiksäcke gehen, ausser beim Mischsalat.
    Ich versorge das Gemüse nach Haltbarkeit im Kühlschrank und in Tupperdosen. Oder in der Sagexkiste in der Garage.
    Trockenware würde ich in Netzlisäcke verpacken. Diese muss man nicht jedes mal waschen.
    Dann schaue ich, dass Gemüse, das schneller schlampt, zuerst verwertet wird.

  2. Wir haben bereits festgestellt, dass Ihr viel weniger Plastiksäckli verwendet als noch vor einigen Jahren. Vieles kommt lose in der Kiste und landet bei uns direkt so im Kühlschrank, klappt bestens:-)
    Wir finden der Aufwand soll sich für euch in Grenzen halten.
    Weiter so!

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.